WEZ Fit&Fun Triathlon
7. WEZ Fit&Fun Triathlon in Möllbergen
Eine fast schon alte Bekannte und ein vollkommen neues Gesicht siegten bei der 7. Ausgabe des Wez Fit und Fun Triathlons in Möllbergen.
Titelverteidiger Ronny Vogt verpasste die Wiederholung des Vorjahreserfolgs. "Ich bin trotzdem zufrieden. Mit einer besseren Zeit als letztes Jahr Zweiter zu werden ist doch gut", meinte er nach dem Zieleinlauf. Mit Carsten Beyer als Sieger hatte derweil kaum jemand gerechnet. Nicht einmal er selbst.
Denn für den erfahrenen Triathleten war es der erste Wettkampf über diese Distanz nach einer Herzmuskelentzündung. Der 37-Jährige musste sich im Februar im Bad Oeynhausener Herzzentrum operieren lassen und absolvierte seit einem Jahr nur Grundlagentraining. "Alles im unteren Pulsbereich. Jetzt trainiere ich unter ärztlicher Aufsicht. Ich will nichts riskieren und bin überrascht, wie gut es läuft", freute sich der Osnabrücker über seinen Sieg.
Mit 1:01,52 Stunden stellte er nicht nur einen neuen Rekord am Wiehen auf. Auch seine eigene Bestmarke knackte Beyer. Vom Möllberger Triathlon hatte er durch Zufall über einen Freund erfahren. "Da habe ich mich hier angemeldet und muss sagen, es ist eine schöne, familiäre Atmosphäre hier", hatte er ein Lob für den Veranstalter übrig.
Wie so viele ist auch Mareike Walkenhorst, die Siegerin der Frauenkonkurrenz, zu einem Stammgast geworden. Die Titelverteidigerin bejubelte bei der vierten Teilnahme den dritten Sieg in Folge. "Als ich das erste Mal angetreten bin war ich noch ein Ei", grinst die angehende Polizistin. Mittlerweile hat sie sich nicht mehr nur auf den Triathlon in Möllbergen festgelegt. Mit 1:10,06 Stunden verbesserte die Bielefelderin ihre eigene Bestzeit aus dem vergangenen Jahr um fast eine Minute.
Großen Jubel gab es beim Team "Die Thönis": Die Mannschaftssieger waren bisher nie über Rang sechs hinausgekommen und hatten einen Sieg nicht erwartet. "Wir hatten beim Laufstart schon einen gehörigen Rückstand, aber Lutz Carta hat alle in Grund und Boden gelaufen", lobte Radfahrer Joachim Gaidies den Läufer von Eintracht Minden.
Trotz des Teilnehmer-Rückgangs von 330 auf 280 Starter war Organisator Carlo Stolze voll zufrieden mit der Veranstaltung. "Im letzten Jahr war es fast schon ein bisschen zu viel. Mit knapp unter 300 Aktiven ist unsere Kapazität fast ausgeschöpft. Es ist schön zu sehen, dass viele Leute wieder kommen", sagte Stolze.
Das einzige was nicht mitspielte war das Wetter. Die Teilnehmer hatten mit kühlem Wind und einigen Schauern zu kämpfen. "Das kann nächstes Jahr besser werden", waren sich die meisten Sportler einig.
© Mindener Tageblatt 22.6.2009
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